Er­wach­sen wer­den

Vor ei­ni­gen Jah­ren sah ich ei­nen Wer­be­spot, der zu den schöns­ten ge­hört: Zwei klei­ne Jungs er­klä­ren das Kon­zept ei­ner Tech­no­lo­gie auf eine für je­den Re­zi­pi­en­ten er­in­ner­te, zu­min­dest aber ver­ständ­li­che Wei­se, nur eben ohne ein ein­zi­ges Wort.

Jah­re spä­ter, ges­tern, sah ich ei­nen zwei­ten Wer­be­spot und muss­te so­fort an je­nen ers­ten den­ken. Auch hier nur Ge­räu­sche statt sze­ni­scher Wor­te. Der Ge­dan­ke, das die­ser neue Mensch je­nem ers­ten äh­nelt, dass er im Grun­de der glei­che sein könn­te nur äl­ter, ge­fiel mir so­fort. Er­wach­sen und groß und ein Mann, aber das Le­bens­prin­zip bleibt das glei­che.

Es bleibt die Fra­ge, ob es über­haupt mög­lich ist, dem ei­ge­nen Sein zu ent­rin­nen.