Am Ende des Ta­ges

Read it la­ter hat die Nut­zungs­da­ten aus­ge­wer­tet, 100 Mil­lio­nen Ar­ti­kel, die von Read-It-La­ter-Be­nut­zern in Web und über mo­bi­le End­ge­rä­te ge­spei­chert wur­den. Das Er­geb­nis sum­miert sich in ei­ner Fra­ge: Ver­än­dert sich das Le­se­ver­hal­ten durch mo­bi­le Platt­for­men? Tut es, wenn man den Zah­len glau­ben schenkt.

Be­son­ders Un­ter­neh­mer soll­ten ge­nau hin­schau­en, das iPad scheint be­vor­zugt in der frei­en Zeit am Abend ge­nutzt zu wer­den. Ist ja auch lo­gisch, denn im Ge­gen­satz zu Han­dy oder Web­brow­ser fällt es auf, wenn man sich am Ar­beits­platz mit ei­nem solch gro­ßen Ge­rät be­schäf­tigt. Mal eben vor­bei­sur­fen ist da wohl nicht. Das wird am Abend dann nach­ge­holt, in der Frei­zeit. Das per­fek­te Ver­hal­ten aus Sicht von Ar­beit­ge­bern:

»When a re­ader is gi­ven a choice about how to con­su­me their con­tent, a ma­jor shift in be­ha­vi­or oc­curs. They no lon­ger con­su­me the ma­jo­ri­ty of their con­tent du­ring the day, on their com­pu­ter. In­s­te­ad they shift that con­tent to prime time and onto a de­vice bet­ter sui­ted for con­sump­ti­on.«

Die Mel­dun­gen, in de­nen dar­über be­rich­tet wird, wie Fir­men vol­ler Güte iPads an die An­ge­stell­ten ver­schen­ken, er­schei­nen mit ei­nem Mal in ei­nem an­de­ren Licht, viel­leicht ist der Hin­ter­grund ein­fach: Un­ter­neh­men ha­ben er­kannt, dass die­ses Ge­schenk und sein ty­pi­sches Nut­zungs­ver­hal­ten sich durch ein Mehr an ef­fek­tiv ge­leis­te­ter Ar­beits­kraft rech­net. Si­cher will man auch, dass die An­ge­stell­ten sich wohl­füh­len. Aber eben vor al­lem: da­heim.