Mood

Ne­ben der struk­tu­rel­len Pla­nung ei­nes neu­en Pro­jek­tes den­ke ich im­mer und par­al­lel auch an die Vi­sua­li­sie­rung, und neh­me er­neut den Ein­fluss des­sen wahr, was ich selbst kon­su­mie­re. Ob eine Äs­the­tik in mir wächst und sich in dem spie­gelt, was ich dort drau­ßen ent­de­cke, oder ob sich eher aus der Be­wer­tung des Kon­su­mier­ten eine Li­nie her­aus­bil­det, das kann ich kaum be­ur­tei­len, ver­mut­lich stimmt bei­des ein biss­chen. Ent­ge­gen der üb­li­chen Flucht vor Ähn­li­chem sam­me­le ich es jetzt ein­fach, geht ja leicht, ich zie­he es auf mei­nen Schreib­tisch.

Und so füllt sich die un­te­re rech­te Ecke mei­nes Bild­schirms mit vi­su­el­len As­so­zia­tio­nen, frü­her hät­te man das »Mood­board« ge­nannt, eine Samm­lung von Bil­dern und Far­ben, die eine Stim­mung er­zeu­gen, ein Vor­ab­ge­fühl für das, was noch zu ent­wi­ckeln ist. Ich kann den Sprüh­kle­ber noch rie­chen, da­bei ist das auch schon wie­der eine De­ka­de her.